Business Lunch

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45. Business Lunch vom 21. August 2018

Halle 58 Architekten: Clever Sonne ernten - das 600 % Haus

Das Haus als Kraftwerk
Schon die Anreise zum Business Lunch war besonders: mit Bahn und Extrabus von Bern nach Gerzensee auf dem sonnigen Belpberg. Adrian Stiefel vom Amt für Umweltschutz begrüsst die Gäste im Einfamilienhaus, das gleichzeitig auch ein Solarkraftwerk ist. Die Solaranlage auf dem Dach reicht aus, um weitere fünf ähnliche Häuser mit Solarstrom zu versorgen. 

Smart, aber Low-Tech
Peter Schürch von Halle 58 Architekten stellt bei jeder Planung den Menschen ins Zentrum. Die Gebäude sollen angenehm und einfach sein. Bei der Auswahl von Materialien wird auf regionale, natürliche Rohstoffe gesetzt und eng mit lokalen Handwerkern zusammengearbeitet. Eine klassische Heizung und Radiatoren sucht man vergebens. Das Passivhaus speichert die Wärme in Lehmwänden, Holzböden und –decken. Dementsprechend ist die gesamte Haustechnik ein Gerät in der Dimension eines Kühlschranks: Eine Lüftungsanlage, die bei sehr langen Kälteperioden im Winter auch etwas warme Luft im Haus verteilen kann.

Nachhaltig Bauen ist selbstverständlich
Halle 58 Architekten planen und realisieren seit rund 20 Jahren Häuser, die nachhaltig und zukunftsorientiert sind. Peter Schürch kann viele Beispiele präsentieren. Nicht nur Neubauten, sondern auch optimale Sanierung von bereits bestehenden Gebäuden. Plusenergiehäuser sind nicht nur im ländlichen, sondern auch im städtischen Raum möglich. Sinnvoll sind sie auf jeden Fall und eigentlich sollten, nach Peter Schürch, mit den heutigen Möglichkeiten keine anderen Gebäude mehr erstellt werden.  

Angenehm, energieeffizient und nachhaltig  
Beat Keller, Bauherr und Hausbewohner ist begeistert von den Vorteilen seines Hauses: Die Lehmwände speichern nicht nur Wärme, sondern dienen im Winter ebenfalls als Luftbefeuchter. Durch die ausgezeichnete Dämmung und die bewusste Auswahl der Haushaltsgeräte ist das Haus sehr energieeffizient. Einen weiteren Vorteil sieht er bei den Unterhaltskosten: Diese fallen zum grossen Teil weg. Es gibt nur wenig Gebäudetechnik die am Ende ihrer Lebensdauer kostspielig erneuert werden muss.

Aus der Region
Nicht nur die Baumaterialien sind aus der Region, auch das Mittagessen kommt direkt vom Bauernhof in der Nähe. Fasziniert von der simplen Schönheit des Gebäudes kommen die Gäste immer wieder auf Einzelheiten des Hauses zu sprechen, wie die Speichermöglichkeiten von geschichtetem Holz oder dem geringen Stromverbrauch.